Eine Vielzahl von Entscheidungen in Unternehmen werden in Gremien gefällt. Dafür gibt es mehrere gute Gründe.

  1. Risikostreuung
    Wenn viele Personen beteiligt sind, besteht die Chance, dass ihre verschiedenen Ansichten zu einem besseren Ergebnis führen. Das ist wissenschaftlich gesichert bei Schätzaufgaben der Fall.
  2. Akzeptanz
    Das not Invented-Here-Syndrom besagt nicht anderes, als dass wir Ideen anderer grundsätzlich kritischer betrachten, als eigene. Mehr dazu haben wir hier zusammen gefasst.
    Beteiligen wir andere an der Findung der optimalen Lösung aber, reduziert sich das Problem mit zunehmender Beschäftigung mit allen Alternativen. Damit steigt auch die Akzeptanz für andere Lösungen.
  3. Korruption
    Es gibt einen Graubereich zwischen der Beauftragung bereits bekannter Partner aufgrund eines bestehenden Vertrauensverhältnisses und einer unternehmensschädlichen Bevorzugung dieser Partner auch bei überhöhten Preisen. Um gar nicht in die Situation zu kommen, schreiben deshalb viele Unternehmen Gremienentscheidungen im Bereich der Beschaffung vor.

Es gibt aber auch ein paar wesentliche Nachteile:

  1. Abstimmungen werden beliebig langwierig. Je mehr Stakeholder eingebunden werden müssen, um so länger dauert es, bis alle Positionen berücksichtigt sind.
  2. Die Berücksichtigung aller Positionen bedeutet meist auch einen Interessenausgleich. Man kann diesen Interessenausgleich auch als Politik bezeichnen, sie ist aber (in vernünftigen Maßen) für die Unternehmensführung unerlässlich.
  3. Die Informationsbeschaffung wird zu einem erheblichen Kostenfaktor. Im Idealfall würde eine symmetrische Informationsverteilung durch eine zentrale Instanz organisiert. Rückfragen und Antworten wären zum Beispiel allgemein zugänglich. In der Praxis versucht jeder Stakeholder für sich die vorhandenen Informationen zu verifizieren. Meist wird sogar versucht, einseitig Argumente für die eigene Position zu finden. Im Ergebnis suchen eine Vielzahl von Stabsmitarbeitern redundant nach Informationen – oder es werden externe Berater beauftragt. Beides ist meist nicht im Interesse der Organisation.

Eine gute Software kann diese Entscheidungsprozesse optimieren. Aus diesem Grund nutzen wir 1000minds als Basis für optimale Entscheidungsprozesse.